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Die Brille hat eine lange Geschichte – sowohl als Sehhilfe als auch als Accessoire. Im 12. Jahrhundert war die Brille noch nicht erfunden. Man glaubte, dass ein Kuhauge, an einer Schnur um den Hals gehängt, die Sehkraft verbessern würde. Nach der Erfindung des Buchdrucks konnte man im 15. Jahrhundert Lesebrillen auf der Straße kaufen. Die Brillen für Männer hatten nicht so starke Gläser wie die für Frauen, weil man diesen schwächere Augen zusprach. 200 Jahre später verband man Brillen mit Bildung, und der spanische König Philip V. trug eine Brille aus Schildkrötenpanzer, obwohl er gar keine brauchte. Doch er wollte nicht als ungebildet gelten. Die gleichen Brillen trugen auch seine Gemahlin und seine 500 Hofdamen. So wurde die Brille zu einem Modeattribut. Und auch heute noch werden Fassungen mit Schildkröten-Muster mit Intellekt verbunden.

Nicht ganz so lang ist die Geschichte von Favoptic. Die Internet-Boutique wurde 2001 von Carl Erik Eriksson eröffnet – einem echten Unternehmergeist, der von Haus aus eigentlich Kinderchirurg ist.
- Am liebsten würde ich beide Tätigkeiten ausüben. Aber mit der Chirurgie ist es wie mit dem Klavierspielen: Man muss seine Fertigkeit täglich trainieren. Schließlich reichte die Zeit für die Chirurgie nicht mehr aus, und der Unternehmergeist siegte.“

Zusammen mit seinem Kollegen Joakim Santesson startete Carl Erik Eriksson eine Praxis für Arbeitsmedizin und dort wurde der Grundstein, für das was heute Favoptic ist, gelegt.
- Ja, die Kunden wunderten sich über die Kosten für Computer-Brillen. Wir schauten uns das an und starteten die Kette Synpunkten. Samstags geöffnet und mit niedrigen Preise waren wir der Konkurrenz, die zu Sehfehlern die gleiche Einstellung wie zu Insulin hatte, ein Dorn im Auge. Musste etwas korrigiert werden, war die Konkurrenz der Meinung, es solle schwer zugänglich und rezeptpflichtig sein. Nach einiger Zeit zahlte ich Joakim aus und einige Jahre danach verkaufte ich Synpunkten. Aber der Gedanke, Brillen übers Internet effektiv zu verkaufen, hatte Wurzeln geschlagen.

Sein erstes eigenes Paar Brillen kaufte Carl Erik Eriksson als er etwa 40 Jahre alt war. Damals reichten die Arme plötzlich nicht mehr, wie man so schön sagt, wenn man Lesebrillen braucht. Langsam brauchte er auch ein Paar Gleitsichtbrillen.
- Meine erste Gleitsichtbrille machte ich selbst. Ich wusste ja genau, wie es funktioniert. Doch es fühlte sich komisch an, alles bewegte sich und war schief. Also habe ich sie nicht getragen. Erst als ich meine Lesebrille verlor, fing ich an sie zu verwenden. Es dauerte ungefähr eine Woche, bis das Hirn verstand, wie sie funktioniert. Das ist ja das Problem mit Gleitsichtgläsern: Es geht mehr um die Umsetzung im Gehirn als um die Optik in der Linse. Also muss man Gleitsichtbrillen etwas Zeit geben.

Seit dem Start 2001 hat Favoptic seinen Verkauf ständig gesteigert. Heute haben wir mehrere hunderttausend Kunden in Schweden, Norwegen, Finnland und Deutschland. Mit der neuesten digital gesteuerten Schleiftechnik kann Glas heute viel genauer und effektiver und mit einem individuell optimal angepassten Schliff geschliffen werden. Die Bestellungen, die die Kunden von Favoptic selbst im Netz machen, gehen direkt von der Homepage an die Schleiferei. Wenn die Brillen fertig sind, werden Sie dem Kunden nach Hause geschickt. Dadurch, dass die Brillen weder Großhändler noch Optikergeschäfte passieren, kann Favoptic seinen Kunden die Brillen zu sehr vorteilhaften Preisen anbieten. Alles innerhalb von ein paar Tagen. Das Internet selbst mag das Fundament für Favoptics Erfolg sein,aber für die Expansion des Unternehmens ist der persönliche Kontakt von größter Wichtigkeit.
- Ja, an einem Tisch zu sitzen und die Zukunft, Trends, neue Konzepte und neue Techniken zu diskutieren ist unerhört wichtig. Nur dann nämlich kann etwas Gutes dabei rauskommen.

Carl Erik Eriksson verbringt heute ungefähr das halbe Jahr damit, in und zwischen Europa, dem Fernen Osten und den USA zu reisen (immer mit mindestens einem Paar Reservebrillen im Gepäck). Aber lieber würde er weniger reisen und mehr Zeit mit Segeln und Bergwandern verbringen.

Ein Geschäftsmodell, bei dem die Kunden Brillenestelle gratis nach Hause ausleihen dürfen und dann bestellen, ohne zu bezahlen bis sie sich entschlossen haben die Brille zu behalten, setzt ein effektives Versandsystem voraus. Mit dem jetzigen Geschäftsmodell möchte Favoptic in Europa nördlich der Alpen expandieren.
- Hier gibt es ein großes Modebewusstsein, ein Qualitätsverständnis und einen Mangel an preiswerten Brillen. Letzteres ist allerdings ein Problem, das schon bald behoben sein wird.

Zeitschiene

Januar 2001
Im Januar 2001 begann Carl Erik Eriksson Brillen über die Internetseite www.glasogondirekt.com zu verkaufen. Im Frühling 2005 nahm der Export kräftig zu und der Name wurde zum international leichter zugänglichen www.favoptic.com geändert.

Sommer 2005
Favoptic gründete eine Tochterfirma in Norwegen und führt polarisierendes Glas für sowohl Einstärkenglas als auch Gleitsichtglas ein. Perfekt auf hoher See und beim Autofahren.

Juni 2007
Das millionste Gestell wird versandt.

Frühling 2007
Ein speziell entwickeltes Glas für “Wraparound-Gestell” wird angeboten.

Herbst 2008
Beginn der Testphase in Deutschland.

Frühling 2009
Favoptic nimmt and der Stockholmer Fashion Week teil.

Sommer 2010
Favoptic nimmt erneut an der Stockholmer Fashion Week teil.

Herbst 2010
Favoptic startet offiziell in Deutschland.